Schullandheim ZöthenProjekte - Natur des Jahres 2004 |
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| Der Zaunkönig Troglodytes troglodytes |
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| 2004 wurde von NABU und LBV eine der kleinsten heimischen Arten zum Vogel des Jahres 2004 gewählt, der Zaunkönig. Der Zaunkönig gehört zwar nicht unbedingt zu den gefährdeten Vogelarten, jedoch stellt er nicht nur ein Beispiel unserer heimischen Vogelwelt dar, sondern steht auch als Stellvertreter eines intakten Lebensraumes, da er auf naturnahe Gärten, Parks und Wiesen angewiesen ist. |
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Mit der Kür des Zaunkönigs verbindet der NABU den Aufruf zur Entwicklung strukturreicher Grünflächen mit dichtem Unterholz sowie den Appell zum Erhalt naturnaher Bachauen. Jeder, der den Zaunkönig schützen will, sollte sich für mehr Wildnis und Natur in unseren Gärten und Parks einsetzen. Sterile Innenstädte bieten dem Zaunkönig genauso wenig Platz wie strukturarme Wirtschaftswälder ohne Unterholz. |
| Systematik Der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) gehört zur Familie der Zaunkönige (Troglodytidae) und damit zur Ordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes). Zaunkönige sind bei uns in Mitteleuropa meist Standvögel, das bedeutet, die überwintern bei uns. Gelegentlich findet man sie auch als Teilzieher. |
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| Merkmale: Er ist mit 8 bis 9 g Gewicht zwar nicht unser kleinster Vogel, aber er gehört in die Reihe der zweitkleinsten. Kugelige Gestalt mit kurzem meist aufrecht stehenden Schwanz. Der Zaunkönig ist braun gefärbt. Er ist sehr klein, ca. 9 cm lang bei einer Flügelspannweite von 14,5 cm und einem Gewicht von 9 bis 11 g. Man erkennt ihn an seinem meist aufgerichteten Schwanz, dem Überaugenstreif, der bräunlichen Unterseite und den quergestreiften Flügeln. Seine Lebenserwartung in der Natur beträgt bis zu 8 Jahre. |
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Verbreitung: Europa, Nordamerika, Zentralasien bis Japan. In ganz Europa (außer Lappland), Nordafrika und Israel Im Nordwesten (Skandinavien, Rußland) nur Brutvogel, ansonsten ganzjährig. Vor allem in dichtem Unterholz von Wäldern, aber auch in offener Landschaft mit dichten Büschen, wilden Gärten und Parks, im Gebirge bis zur Baumgrenze. In Mitteleuropa lebt er vom Tiefland bis zur Baumgrenze im Gebirge (in der Schweiz bis 2100 m hoch). |
| Wanderungen: Standvogel. Nur die Population aus Nordeuropa wandert im Winter ab. Auf dem Zug kommt es öfters vor, daß Schiffe auf der Ostsee dem Zaunkönig als Rastplatz dienen |
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| Biotop: Der Zaunkönig bewohnt alle nicht zu trockenen Landschaften, es muß dort nur Gebüsch und Gestrüpp geben. Man findet ihn in reichen Laub- und Mischwäldern, Hecken und Feldgehölzen, Parkanlagen und Gärten, auch in der Großstadt. Zaunkönige sind geborene Eckenkriecher und schlüpfen wie Mäuschen in Bodennähe herum. Sie lieben feuchte Stellen in Mischwäldern, Auwäldern und Hecken. Man trifft sie am Ufergelände von Seen, Bächen und Gräben, aber auch mitten in den Anlagen und Gärten der Städte. Sie durchschlüpfen Dickichte, Gerank, Holzstöße und Reisighaufen auf der Suche nach Kerbtieren und deren Larven und Puppen; auch nach Spinnen. Gelegentlich nehmen sie auch Wildbeeren. |
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| Brut: Im zeitigen Frühjahr bauen die Männchen mehrere halbkugelige Nester aus Moos und weichem Material wie Federn und Haaren im Gebüsch oder zwischen knorrigen Wurzeln. Viele dieser Nester werden nur als "Spielnester" genutzt. Die Zaunkönigmännchen versuchen mit ihrem auffälligen Gesang und Gebaren, Weibchen auf sich aufmerksam zu machen und für eines der Nester zu begeistern. Das Weibchen sucht sich das Schönste zum Brüten aus. |
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Die Nester sind auf oder nahe dem Boden, wie Wurzelteller, Wurzelwerk, Böschungen, seltener im Geäst von Büschen und Bäumen, nur gelegentlich in Nistkästen zu finden. Das Nest ist oval, geschlossen (Kugelnest) mit seitlichem Ausgang. Außennest aus Moos, Laub und dürren Ästchen, wird vom Männchen gebaut. Innenauspolsterung durch das Weibchen aus Moos, Federn, Wolle und Haaren. Nestbau im März/April, Brutdauer 14 – 16 Tage. 4-8 Eier je Gelege, weiß mit ziegelroten Flecken, meist 2 Jahresbruten. |
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Winter: Bei uns Standvogel (zieht nur aus den nördlichsten Brutgebirgen und den Hochgebirgslagen heraus). Der Zaunkönig bildet keine Winterschwärme, wie zum Beispiel Meisen. Er behält sein Revier bei und verteidigt es, so daß man auch im Winter seinen Gesang hören kann! Winterfutter: Besonders im Winter ernähren sich Zaunkönige von Sämereien, so dass heimische Pflanzen und Büsche, die nicht im Herbst geschnitten wurden und noch im Winter Samen und Früchte tragen, ihnen den Tisch bei Kälte decken. |
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Der Zaunkönig im Märchen
| Quellen und Bilder: Der neue Sammelband der Berliner Morgenpost BUND Niedersachsen Birds Online Faunistik-Net Kinder Tierlexikon Kindernetz Vogelwarte Biogarten Kalender Märchen der Gebrüder Grimm |
| Natur des Jahres 2004 | Download Steckbrief Zaunkönig 305 KB |
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